Feingussverfahren und Feingussprozess im Überblick

Werkzeugherstellung im Feingussverfahren

Erster Schritt - Werkzeugherstellung:

 

Unsere Konstrukteure entwickeln aufgrund Ihrer Bestellzeichnung das Werkzeug. Die Bestellzeichnung stellt die Grundlage für die Werkzeugkonstruktion und die Werkzeuganfertigung im Feingussverfahren dar.


Wachsmodellherstellung im Feinguss

Zweiter Schritt - Wachsmodellherstellung und -montage:

Für jedes Gussteil wird im Feingussverfahren zunächst ein Wachsteil benötigt. Dieses wird mit Hilfe von Spritzwerkzeugen und Spritzmaschinen hergestellt. Die Varianten der Spritzmaschinen reichen von manuell geführten bis hin zu vollautomatisch gesteuerten Maschinen. Die anschließende Wachsmodellmontage wird von Hand durchgeführt. Hier werden die einzelnen Wachsteile zu wirtschaftlich sinnvollen und technisch machbaren "Gießtrauben" zusammengeklebt.


Keramiktauchen im Feinguss - Verfahren

Dritter Schritt - Keramiktauchen (keramische Schale):

In diesem Teil des Feingussverfahren werden die Gießtrauben aus Wachs im Tauchraum mit keramischer Masse überzogen. Dazu werden diese Trauben in flüssige Keramik (auch "Schlicker" genannt) getaucht und anschließend besandet. Das Keramiktauchen wird 6 bis 12 mal im Tauchraum wiederholt, wobei jeder Überzug erst trocknen muss, bevor die nächste Schicht getaucht wird.


Keramik brennen nach Wachsmodellherstellung und Keramiktauchen

Vierter Schritt - Ausschmelzen und Brennen der Keramikschale:

Nach dem Keramiktauchen wird das Wachs mittels Wasserdampf und Druck entfernt ("Ausschmelzen"). Anschließend werden die leeren Keramikschalen ("Masken") bei ca. 1100 °C gebrannt. Eventuelle Wachsreste, die noch in der Schale vorhanden waren, werden hierbei rückstandslos verbrannt. Die Hauptaufgabe des Brennens ist allerdings, der Keramikmaske die erforderliche Festigkeit und Stabilität zu geben, um so den späteren Gießdruck standzuhalten.


Gießen im Feingussprozess

Fünfter Schritt - Gießen:

Nach dem Ausschmelzen der Keramikschale und dem Brennen wird die Legierung selbst chargiert. Das bringt Vielfalt in den Werkstoffen. Die flüssige Schmelze wird nun in die noch glühende Keramikmaske eingegossen. Dieses Verfahren im Feingussprozess stellt eine gute Oberfläche und besonders gute Maßgenauigkeit sicher.


Schleifen und Putzen im Feingussprozess

Sechster Schritt - Trennen, Schleifen, Putzen:

Als nächster Schritt im Feingussprozess wird die Keramikmaske, in welche die Gussteile eingebettet sind, entfernt. Die Schale wird abgeschlagen, anschließend müssen die Gussteile von den Versorgungskanälen abgetrennt werden. Die Angüsse werden verschliffen und verputzt. Diese Arbeitsschritte werden überwiegend manuell durchgeführt. Je nach Kundenwunsch werden die Teile noch wärmebehandelt und/oder mechanisch weiterbearbeitet.