Der Feingussprozess im Überblick
Zweiter Schritt - Wachsmodellherstellung und -montage:
Für jedes Gussteil wird zunächst ein Wachsteil benötigt. Dieses wird mit Hilfe von Spritzwerkzeugen und Spritzmaschinen hergestellt. Die Varianten der Spritzmaschinen reichen von manuell geführten bis hin zu vollautomatisch gesteuerten Maschinen. Die anschließende Wachsmodellmontage wird von Hand durchgeführt. Hier werden die einzelnen Wachsteile zu wirtschaftlich sinnvollen und technisch machbaren "Gießtrauben" zusammengeklebt.
Dritter Schritt - Tauchen (keramische Schale):
Die Gießtrauben aus Wachs werden mit keramischer Masse überzogen. Dazu werden diese Trauben in flüssige Keramik (auch "Schlicker" genannt) getaucht und anschließend besandet. Dieser Vorgang wird 6 bis 12 mal wiederholt, wobei jeder Überzug erst trocknen muss, bevor die nächste Schicht getaucht wird.
Vierter Schritt - Ausschmelzen und Brennen der Keramikschalen:
Nachdem die Keramikschalen getrocknet sind, wird das Wachs mittels Wasserdampf und Druck entfernt ("Ausschmelzen"). Anschließend werden die leeren Keramikschalen ("Masken") bei ca. 1100 °C gebrannt. Eventuelle Wachsreste, die noch in der Schale vorhanden waren, werden hierbei rückstandslos verbrannt. Die Hauptaufgabe des Brennens ist allerdings, der Keramikmaske die erforderliche Festigkeit und Stabilität zu geben, um so den späteren Gießdruck standzuhalten.
Sechster Schritt - Trennen, Schleifen, Putzen
Als nächster Schritt wird die Keramikmaske, in welche die Gussteile eingebettet sind, entfernt. Die Schale wird abgeschlagen, anschließend müssen die Gussteile von den Versorgungskanälen abgetrennt werden. Die Angüsse werden verschliffen und verputzt. Diese Arbeitsschritte werden überwiegend manuell durchgeführt. Je nach Kundenwunsch werden die Teile noch wärmebehandelt und/oder mechanisch weiterbearbeitet.







